Initiative und Gegenvorschlag angenommen! 

Die Binninger Bevölkerung ist unzufrieden mit der Situation mit dem Feuerwerk. Deshalb hat eine Mehrheit für unsere Initiative gestimmt. Wir bedanken uns bei allen JA-Stimmenden.  

Aber auch der Gegenvorschlag hat eine Mehrheit gefunden und der Gegenvorschlag hat leider gegenüber der Initiative obsiegt. 

Es wurde nicht erkannt, dass weder die Beschränkung auf legales Feuerwerk noch die zeitliche Einschränkung Vorteile bringt. Denn schon heute werden die Zeiten nicht eingehalten und auch heute dürfte nur legales Feuerwerk gezündet werden. Beides wird nicht eingehalten und wird auch in Zukunft kaum eingehalten werden. Die Gemeinde tut bekannterweise auch nichts für die Einhaltung.    

Unsere Initiative bei Basilisk 

Im Beitrag hören Sie, dass der Gemeinderat lieber nichts tut als eine Verbesserung zu erreichen. Stimmen Sie JA zur Initiative.    

Unsere Initiative bei Telebasel 

Telebasel hat über unsere Initiative berichtet. Die Gemeinde-Präsidentin hat darin gezeigt, dass sie ein eigenes Weltbild hat. Sie behauptet, verglichen mit heute, wo im ganzen Gemeindegebiet geknallt werden darf, sei es viel aufwändiger wenige kleine Areale zu kontrollieren. Merke: Die Kontrolle eines kleinen Gebiets ist viel, viel aufwändiger als die eines grossen. Sie sagt, es sei nicht über die Art der Feuerwerkskörper diskutiert worden. Der Gemeinderat hat in seinem Gegenvorschlag aber selbst geschrieben, es seien: "Feuerwerkskörpern der Kategorien F1 und F21 bewilligungsfrei gestattet"  und im definitiven Gegenvorschlag steht dann, es sei "bewilligungsfrei gestattet, sofern es sich um legales Feuerwerk handelt". Also es wurde gar nicht über die Art des Feuerwerks gesprochen! Dazu passt, dass man sich nur "möglichst" (Zitat Aussage Gemeinderat) an die Feuerwerksregeln halte müsse.    

Verletzte durch explodierten Feuerwerkskörper am 1. August 2025 auf dem Bruderholz 

Am Freitag, 1. August 2025, circa 21.30 Uhr, hat ein irregeleiteter Feuerwerkskörper in einem Zelt bei der Bundesfeier auf dem Bruderholz zwei Personen verletzt.  Ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei der Staatsanwaltschaft zufolge hatte ein 20-jähriger Mann bei einer Liegenschaft Im tiefen Boden einen Feuerwerkskörper in die Höhe steigen lassen wollen. Aus noch unklaren Gründen flog der Feuerwerkskörper jedoch über die Strasse in ein gegenüberliegendes Festzelt und detonierte dort. Durch den Knall erlitten mindestens zwei Personen – eine 48-jährige und eine 21-jährige Frau – Verletzungen. 

Feuerwerks-Explosion verletzt 19 Chilbibesucher

Schwerer Unfall in Düsseldorf


Bei einer Chilbi am Rhein in Düsseldorf kam es zu einem schweren Unfall beim offiziellen Abschlussfeuerwerk der Stadt. Ein Feuerwerkskörper explodierte in Bodennähe und verletzte 19 Personen, mehrere davon schwer.  Die Stadt überlegt nun, ob sie zukünftig auf ein Feuerwerk verzichtet. Feuwerwerke sind gefährlich!

Gemeinderat bittet gesetzliche Vorschriften zum Feuerwerk möglichst (!) einzuhalten

Im Binninger Anzeiger vom 17. Juli schreibt der Gemeinderat: «Die Verwendung von Feuerwerk vor oder nach dem Termin der Bundesfeier ist möglichst zu unterlassen.» Das Polizeireglement von Binningen erlaubt Feuerwerk aber vor oder nach dem 1. August gar nicht. Nichts von «möglichst unterlassen». Diese amtliche Mitteilung belegt den Unwillen des Gemeinderates eine sinnvolle Verbesserung anzustreben.  



Feuerwerk ist beängstigend für Haustiere

Die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN Schweiz hat verschiedene Studien zu den Folgen von Feuerwerk für die Haustiere zusammengetragen und einen Ratgeber für Fragen zu Haustier und Feuerwerk erstellt. VIER PFOTEN unterstützt auch die eidgenössische Volksinitiative zur Einschränkung von Feuerwerk (https://www.feuerwerksinitiative.ch/de). 



Neue Forderungen nach einer Reduktion von Feuerwerk in vielen Baselbieter Gemeinden

Nicht nur in Oberwil werden Unterschriften für eine Reduktion des Feuerwerks gesammelt. Sondern auch in Reinach, Therwil und Pratteln laufen verschiedene Aktivitäten. Übrigens auch in Oberwil wird entgegen dem bz-Bericht kein Totalverbot verlangt. Dennoch ist der Bericht lesenswert.

Vielleicht erkennt die bisherige Mehrheit des Binninger Gemeinderats und Einwohnerrats doch noch, was die Mehrheit der Bevölkerung will.

Quelle: bz vom 17.02.2025

Petition fordert in Oberwil Verbot von Feuerwerk

Auch in Oberwil bewegt sich etwas. Zur Zeit werden Unterschriften für eine Petition gesammelt. Sie will, dass nur nur noch Feuerwerk an bestimmten Plätzen erlaubt sein soll und sonst ein allgemeines Feuerwerk-Verbot gilt. 

Quelle: bz vom 13.02.2025

Nationalrat: Indirekter Gegenvorschlag zur nationalen Feuerwerksinitiative

Auf nationaler Ebene ist bekanntlich auch eine Feuerwerksinitiative eingereicht worden. Der Bundesrat hat diese beraten, lehnt sie ab und möchte dem Volk auch keinen Gegenvorschlag unterbreiten. Die  vorberatende Nationalrats-Kommission lehnt die Initiative zwar auch ab, will aber einen indirekten Gegenvorschlag erarbeiten, der eine Verschärfung der heutigen Vorschriften vorsieht.
Quelle: BaZ vom 31.01.2025

Leserbriefe zum Silvester 2024/25

Im Binninger Anzeiger sind zwei Leserbriefe von Mitgliedern des Initiativkomittees erschienen .
Quelle: Binninger Anzeiger vom 9.01.2025

Silvester: Alles verloren

In der Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar feiern Menschen auf der ganzen Welt den Jahreswechsel. In der deutschen Hauptstadt Berlin verkam die Silvesterfeier aber in den letzten Jahren immer mehr zum Ausnahmezustand mit unverantwortlichem, teilweise illegalem Böller- und Feuerwerkgebrauch und grosser Sachbeschädigung. Deutschlandweit starben dieses Jahr fünf Menschen in der Nacht auf Neujahr bei Unfällen mit Feuerwerk.
Inmitten dieses Chaos brannte in Berlin-Lichtenberg eine Wohnung aus, die Feuerwehr konnte nichts mehr retten. Sie geht davon aus, dass eine Rakete, die auf dem Balkon landete, die Wohnung in Brand setzte. Ihr Bewohner, der 43-jährige israelische Musiker Adam Harzuf, ist zum Zeitpunkt des Geschehens nicht zu Hause, er besucht einen verletzten Freund. Als er heimkommt, liegt sein ganzes Hab und Gut in Schutt und Asche. Aber auch in Laufenburg setzte eine Rakete eine Wohnung in Brand und zerstörte alles.
Quellen: Video Watson vom 7.1.2025, Aargauer Zeitung vom 7.1.25

Silvester: Tote und Verletzte

1. Januar 2025:  Fernsehen, Radio und Zeitungen haben wieder berichtet, dass allein in Deutschland fünf Menschen durch Feuerwerk gestorben sind und in der Schweiz viele Personen, teilweise schwer verletzt wurden. In St. Gallen wurde jemanden beispielsweise ein Unterarm abgesprengt. Hinzu kommen die Brände, die Schäden für Wild- und Haustiere, die Luft- und Umweltverschmutzung. Auch in Binningen wurde schon Wochen vor Silvester und rund um Silvester enorm viel Feuerwerk abgebrannt. Gerade die sehr lauten Böller, die auch am Boden gezündet werden können, dürften weder in der Schweiz verkauft noch in die Schweiz importiert werden. 

Der Gemeinderat und die Mehrheit des Einwohnerrats halten aber nichts von einer Regulierung des Feuerwerks. Sie behaupten es sei eine Schweizer Tradition und man solle nicht alles verbieten. In Liestal gilt das Feuerwerk an Silvester aber nicht als Tradition und unseres Wissens ist es eine chinesische Tradition. Der Gemeinderat müsste seiner Aufgabe nachkommen und und schon heute etwas gegen das Abbrennen von illegalem Feuerwerk und ausserhalb der erlaubten Zeiten machen. Es ist nun mal Aufgabe der Behörden die Gesetze durchzusetzen. Aber offenbar wären schon offizielle Hinweise auf die geltenden Regeln für die schöne Tradition zu einschränkend.
Quellen:

Recherchebericht der Tagesschau der ARD über die Folgen von Feuerwerk

30. Dezember 2024: Die ARD hat umfassend über die Folgen von Feuerwerk recherchiert. Sie belegen anhand statistischer Zahlen und Untersuchungen die schweren Unfällen mit Feuerwerk, die Luftschadstoffbelastung sowie  die Auswirkungen auf Wild- und Haustiere.
Nach diesem Beitrag stellt sich einmal mehr die Frage, wieso für ein kleines Vergnügen, so viele Schäden in Kauf genommen werden. 

Viele Baselbieter Gemeinden haben das Abbrennen von Feuerwerk längst eingeschränkt 

27. Dezember 2024: Das Regionaljournal des SRF hat verschiedene Gemeinderegelungen zum Feuerwerk vorgestellt. So betrachtet die Stadt Liestal es nicht als Tradition an Silvester Feuerwerk abzubrennen (Regi-Beitrag über Liestal). Daher gilt dort ein Verbot. Aber auch in Allschwil, immerhin die grösste Gemeinde im Kanton, gelten beispielsweise Einschränkungen. 
Nur der Binninger Gemeinderat und die Mehrheit des Einwohnerrats halten nichts von einer Regulierung des Feuerwerks.

Der Einwohnerrat behandelt die Initiative zum ersten Mal

4. November 2024: Der Gemeinderat lehnt, was keine Überraschung ist, die Initiative ab und will einen Gegenvorschlag ausarbeiten. Der vorgelegte erste Entwurf bringt aber gar keine Verbesserung. Die Mehrheit des Einwohnerrats folgt dennoch den Argumenten des Gemeinderats. Zwei Argumente wurden vorgebracht: Man will nicht immer mehr Verbote und die Beschränkung auf vier Gebiete sei gefährlich. Die Erfahrungszahlen von anderen Gemeinden zeigen zwar gegenteilige Erfahrungen. Die soziale Kontrolle verhindert, dass gefährliche Sachen gemacht werden. Die Unfälle passieren, wenn ausserhalb solcher Zonen gefährliches Feuerwerk verwendet wird.


Was wollen wir weiter erreichen: Wir sehen die Möglichkeit, dass der Einwohnerrat den Gegenvorschlag verbessert, in dem nur Feuerwerk mit einem geringen Lärmpegel abgebrannt werden darf. Das ist Feuerwerk der Kategorie F1 und F2, das z.B. in den Supermärkten gekauft werden kann. Der Kauf und das Abbrennen von anderem Feuerwerk erfordert (theoretisch) eine Ausbildung oder es wird illegal im Ausland gekauft. Wenn die Gemeinde wenigstens nur noch legales Feuerwerk zulassen würde, wäre es immerhin ein kleiner Fortschritt. Vorläufig kann das Initiativkomitee jedoch abwarten und ggf. das Volk entscheiden lassen, was es als sinnvoller betrachtet.

Die Initiative in den Medien

10. Oktober 2024: Auf die Sitzung des Einwohnerrat hin, berichtet die bz Basel zum ersten Mal über die Binninger Feuerwerksinitiative.

Die Initiative ist zustande gekommen

11. Januar 2024: Es ist amtlich. Die Gemeindeverwaltung Binningen hat festgestellt, dass die Initiative erfolgreich zustande gekommen ist. Es waren 597 gültige Unterschriften.
Wir hoffen, dass es mit der Bearbeitung rasch vorwärts geht und berichten hier laufend über die weiteren Aktivitäten.


Die grosse Mehrheit will kein Feuerwerk 

76 Prozent der Schweizer Bevölkerung wollen lautes Feuerwerk für Private verbieten. Das zeigt eine repräsentative Umfrage von watson. 


Das Thema Feuerwerk ist in Bewegung

Die BaZ und bz berichteten am 28. Dezember 2023, welche Regeln  für Feuerwerke gelten. In der Stadt Liestal ist beispielsweise Feuerwerk generell verboten, Basel-Stadt macht seit vier Jahren kein Grossfeuerwerk mehr, in den anderen Gemeinden in der Region Basel darf in der Regel nur am Silvester-Abend bis eine Stunde nach Mitternacht privates Feuerwerk gezündet werden. Ein Problem ist, dass die Detailhändler munter Feuerwerk verkaufen und sich viele Personen nicht an die geltenden Regeln halten.